Am Beginn der Aufzeichnungen: Vier große Höfe

 

Das Dorf Heißenbüttel liegt an der Grenze zwischen Geest und Moor am Rande des Teufelsmoores. Der Geestrücken ist vor vielen tausend Jahren entstanden, als Gletscher von Norden, Erde und Steine bis hier her schoben. Mit der Landnahme der als Vollhöfner bezeichneten Bauern begann die Besiedlung und damit der Beginn und die Geschichte des Dorfes, zeitlich deutlich früher als das Jahr 1000 nach Christi.

 

Urkundlich erwähnt wird Heißenbüttel zum ersten Mal 1264 durch den Erzbischof Hidebeidus, der dem Kloster Osterholz Güter schenkte, die bis dahin  Christianus von Scherenbeck gehörten. Der Name änderte sich ein paarmal:

 

1280 Heytzenbuttle, 1494 Heytenbüttel und seit 1718 Heißenbüttel.

 

Wie der Ortsname entstanden ist, lässt sich mit Sicherheit nicht sagen. Er stammt aber wohl vom ritterlichen Geschlecht von Heißenbüttel in Bremen ab, die einige Jahrhunderte ihre „Bleitiet“ Blütezeit hatten. Die Bezeichnung „büttel“ kommt von „bodal“, ist altsächsisch und bedeutet Landgut.

 

Die erste Größe des Dorfes ist mit 534 Hektar ausgewiesen. Das erste Verzeichnis über Einwohner stammt aus dem Jahr 1536.

Gevert to Heytzenbüttel (Bauer Neuenkrug)

Hermen Backhus (Bauer)

Hermaen Rydiler (Bauer)

Johann Bullenwynkel (Bauer)

 

Diese Namen findet man im Schatzregister von Hannover, eine Art Steuerliste. Die Höhe der Abgaben richtete sich nach der Hofgröße und dem Viehbestand sowie der eingebrachten Ernte und betrug ein Zehntel von allem Erwirtschafteten.

 

Diese beiden Hofstellen erinnern an das alte Dorf Heißenbüttel und machen es unverwechselbar.

Niederdeutsche Version:

 

 

Dat Dörp Heißenbüttel liggt an´ne Kant von Geest un Moor und grenzt an´ t Düvelsmoor. De Geest is vör vele dusend Johr entstohn, as Gletscher von  Noorden Steen un Sand bit no hier schoven. Dör Urkunde warrt Heißenbüttel dat eerste Mol 1264 benöömt, as Erzbischop Hidebeidus Land an dat Kloster Osterholt schunk. Bit to de Tiet gehör dat Christianus von Scherenbeck. De Ortsnoom änner sik enige Mol. 1280 Heytzenbuttle, 1494 Hytenbüttel un siet 1718 Heißenbüttel. Wi man op den Oortnoom komen is, lett sik nich genau mehr faststellen. He kümmt wull von dat „ritterliche Geschlecht“ von Heißenbüttel in Bremen, de een poor Johrhunnert ehre „Bleitied“ harrn. „büttel“ kümmt von „bodal“, is ut dat sächsische un bedüüd „Landgut“. Dat eerste Verteeknis över Dörpslüüd is ut dat Johr 1536.

 

Gevert to Heytzenbüttel (Buur Neuenkrug)

Hermann Backhus (Buur)

Hermen Rydiler (Buur)

Johann Bullenwynkel (Buur)

 

Düsse Nomen findt man in´t Schatzregister von Hannover. Se müssen domols Stüern betohlen. De Summe worr fastsett no de Hoffgrötte, den Veehbestand un de inbröcht Aarnt. Tosomen 1/10 von Allem.