In seinen handschriftlichen Aufzeichnungen finde ich Hans Höpckes Vermutungen über den Verbleib des Großsteingrabs in Heißenbüttel.
Auch in der Wallhöfener Feldmark waren im 18. Jahrhundert noch drei große Steingräber vorhanden. Auch sie wurden zerstört. Es mag Gründe gegeben haben. Vermutlich waren es wirtschaftliche Interessen. Die Grab- und Kultstätten unserer Vorfahren erfahren heute allerdings auch keine Pflege und Schonung. Der Landkreis Osterholz ist zusammen mit der Samtgemeinde Hambergen für die Denkmalpflege zuständig.
Interessant sind Aufzeichnungen aus der Schulchronik. Dort schrieb vermutlich Lehrer Lange folgendes auf:
Sogenannte Hünengräber finden sich zur Zeit in den Feldmarken der combinierten Schulgemeinde nicht mehr vor; doch sollen bis vor circa 40 Jahren (also um 1860) auf einem Platz zwischen den Voll- und Halbhöfen 3 große Steine gelegen haben, wovon zwei so aufgerichtet und mit dem dritten, ganz glatten Steine bedeckt waren, daß Kinder zwischen dem ersten und unter dem letzteren bequem durchkriechen konnten. Auf der Platte des oberen Steines soll die Form einer Menschenhand mit ausgebreiteten Fingern eigehauen gewesen sein.
Ähnlich wie in Friedensheim fand man auch in Heißenbüttel sehr alte, wahrscheinlich mehrere tausend Jahre alte Knüppeldämme. In der Chronik finde ich dazu Bemerkungen.
In den Jahren 1872/1873 erwarb ein Herr aus Bremen sich ein Grundstück am Heißenbütteler Damm, ließ den Boden recht tief umgraben, so daß der Moorboden nach unten und ein Teil des darunter befindlichen Sandes nach oben kam. Dabei fand man im Moorboden auf einer Strecke von 50 Meter recht viel Holzknüppel, als wäre daselbst früher ein Knüppeldamm angelegt worden, etwa um eine Verbindung zwischen Wallhöfen und Worpswede herzustellen, oder um bei Kriegszeiten Menschen und deren Habe vor Feinden tief ins Teufelsmoor zu schaffen.
Ein Knüppeldamm bei Friedensheim wurde auf etwa 1000 Jahre v.u.Z. datiert. Vermutlich wurde schon in der Bronzezeit das Hochmoor als Schafweide genutzt.
Hier finden Sie die zuständigen MitarbeiterInnen des Landkreises Osterholz:
