Ich schreibe über Hochzeiten in den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts. An einigen Feiern durfte ich persönlich teilnehmen. Viele Familien im Dorf kommen zusammen. Eingeladen werden Verwandte und Nachbarn. Wer als Nachbar gilt unterliegt Formeln und Regeln, die ich nie ganz verstanden habe.
An der Vorbereitung sind die engsten Nachbarn beteiligt. Sie bringen die Zutaten: Hühner, Butter, Brot. Tische und Tischdecken werden gebracht, Stühle, das Haus und die Tafel werden festlich geschmückt. Geschenkt wird Nützliches für den Haushalt. Klugerweise wird in Frühling und Sommer geheiratet. So kann unter freien Himmel gefeiert werden. Bei schlechtem Wetter und in der kalten Jahreszeit wird die Feier notgedrungen ins Haus verlegt. Die großen Dielen der meistens auch landwirtschaftlich genutzten Gebäude sind gut geeignet.
Wie auch immer: Da der Alltag geprägt ist von harter Arbeit, sind Zusammenkünfte von großer Bedeutung und befördern den Zusammenhalt.
Alle Fotos zeigen die Hochzeit von Hanns Kück und Helene, geborene Schröder, im Jahr 1949.
Dieses Foto zeigt die Hochzeitsgesellschaft bei Butts am Alten Damm um 1920.
Eine Hochzeitsfeier unter Birken am Heißenbütteler Damm im Jahr 1958.
